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Musik wirkt auf Körper, Seele und Verstand. Sie spricht den ganzen Menschen an. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die regelmäßig Musik machen, sich beim Lernen leichter tun. "Musik regt das Gehirn an, sie schafft ein inneres Gefühl für Rhythmus und Ordnung", sagt der Musiktherapeut Prof. Tonius Timmermann. Eine Langzeitstudie an Berliner Grundschulen belegt, dass durch die intensive Beschäftigung mit Musik das Sozialverhalten verbessert, der IQ-Wert erhöht, Konzentrationsschwächen kompensiert und damit die schulischen Leistungen verbessert werden können. "Man könnte sehr viel erreichen, wenn man sehr früh die musischen Fächer fördern würde", meint Prof. Timmermann. Auch in der Therapie wird Musik inzwischen in vielfältiger Weise eingesetzt: In Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, in der Arbeit mit behinderten Menschen, der Therapie von Frühgeborenen, Kindern und Jugendlichen, in der Inneren Medizin, in der Onkologie, bei der Schmerztherapie, in der Geriatrie und der neurologischen Rehabilitation. Sogar im Behandlungszimmer von Zahnärzten oder im Operationssaal wird mittlerweile mit Musik gearbeitet. Der Text beruht auf einem Interview mit Prof. Tonius Timmermann, Leiter des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Musiktherapie an der Hochschule für Musik Nürnberg - Augsburg, mit musiktherapeutischer Praxis in München. (Nach Veröffentlichungen des Rundfunksenders br-online)
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